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  • Christin Nierlich

Beziehungsbedürfnisse (2)

Zu den Details der Beziehungsbedürfnisse:

  1. Bedürfnis nach Sicherheit: hierbei ist für Erskine zunächst mal die emotionale Sicherheit gemeint. d.h. für ihn vor allem, dass jemand 'nicht beschämt' wird. In der gemeinsam gestalteten Beziehung ist es also, wenn das Beziehungsbedürfnis 1 gestillt wird, möglich, sich verletzlich zu zeigen, Schwäche zu zeigen, Fehler und Eigenarten zu zeigen, OHNE, dass der andere/ die andere mich damit beschämt, aufzieht, Liebe entzieht.... Zudem ist hiermit auch Verbindlichkeit gemeint: Absprachen, die eingehalten werden, Verträge, Regeln.

  2. Bedürfnis nach Wertschätzung: In der Beziehung fühle ich mich gesehen. Sie ist so gestaltet, dass mir zugehört wird, ich mich äußern und einbringen kann und der andere präsent ist. Ich fühle mich dann angenommen.

  3. Bedürfnis nach Schutz: Dieses Bedürfnis wird gestillt, wenn ich Ermutigung erlebe, erfahre, dass sich jemand für mich einsetzt oder 'auf meiner Seite steht'. Auch, wenn ich mich kraftlos und entmutigt fühle, dass jemand anderes trotzdem da ist, mich an meine Erfolge erinnert und auch gleichzeitig zulässt, dass ich mal 'durchhänge'. Vielleicht auch jemand, der mich vor meinen eigenen Ansprüchen und Erwartungen schützt und auf diese liebevoll hinweist oder die Erwartungen und Ansprüche anderer in Frage stellt und mir so die Möglichkeit gibt neu zu reflektieren und entscheiden.

  4. Bedürfnis nach Bestätigung: Oft tut es einfach nur gut, wenn jemand anderes sagt 'das kenne ich' oder 'das verstehe ich'. Das Gefühl die erlebte Situation nicht alleine auf der Welt zu kennen und zu erleben hilft uns als Beziehungs-Wesen bereits sehr und stabilisiert uns oft bereits.

  5. Bedürfnis nach Einmaligkeit: Trotz der gerade erwähnten Bestätigung, tut es uns gleichzeitig gut, auch immer wieder in unserer Einmaligkeit gesehen zu werden. Dass nämlich die/der andere akzeptiert, dass wir diese Situation gerade anders erleben, anders empfinden, als der/die andere. UND, dass das auch ok ist. Unser Sein, unser Gewordensein, unsere Eigenarten, unsere Einzigartigkeit, dass das ok sein darf.

  6. Beeinflussung: Wir beeinflussen uns gegenseitig und zwar ständig. Allerdings ist es auch sehr wichtig, dass das deutlich wird. So, wie ich möchte, dass der andere (Beziehungsbedürfnis 7) auch mal die Initiative übernimmt, möchte ich auch Einfluss auf den anderen haben. Das könnte sein, indem der/die andere meine Ideen aufgreift oder mich um Rat fragt oder eben: mich wahr nimmt und sein/ihr Leben mitgestalten lässt.

  7. Initiative des anderen: Wie gerade erwähnt, wünschen wir uns auch vom Gegenüber, dass er/sie Initiative ergreift, Einfluss wahrnimmt, sich mit seinen/ihren Ideen, Gefühlen, Gedanken, Wünschen einbringt und dadurch die Beziehung mit gestaltet. Eine Art 'Wechsel von Geben und Nehmen'.

  8. Liebe: Liebe ist für Erskine auch Fürsorge, Dankbarkeit, Wertschätzung, Zuneigung und kann und sollte auch außerhalb von Paarbeziehungen einen wichtigen Platz haben.

Wenn ihr noch weitere Fragen habt zu den Details, dann meldet euch gerne! :-)


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